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	<title>Ralf Bachmann &#039;Bätschman&#039; - www.Baetschman.de</title>
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		<title>SMS-Nachfolger &#8220;Joyn&#8221; bietet noch unbekannte Möglichkeiten</title>
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		<pubDate>Thu, 10 May 2012 18:33:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bätschman</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Handy und Co.]]></category>

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		<description><![CDATA[SMS-NACHFOLGER: Warum Joyn ein Erfolgsmodell werden kann Ob Joyn (RCS-C) ein Erfolgsmodell wird kann ich nicht sagen. Karsten Werner hat jedoch auf netzwertig.com einen meiner Meinung nach hervorragenden Artikel zum aktuellen Ist-Zustand, Soll-Zustand und Kann-Zustand der neue SMS-Technik RCS-C (nennen wir sie mal so) geschrieben. Darin enthalten sind alle wichtigen Aspekte vom Datenschutz, über einen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>SMS-NACHFOLGER: Warum Joyn ein Erfolgsmodell werden kann</strong><br />
Ob Joyn (RCS-C) ein Erfolgsmodell wird kann ich nicht sagen. <a href="https://plus.google.com/111815321015875806427" target="_blank">Karsten Werner</a> hat jedoch auf <a href="http://netzwertig.com/2012/03/08/sms-nachfolger-warum-joyn-ein-erfolgsmodell-werden-kann/" target="_blank">netzwertig.com</a> einen meiner Meinung nach hervorragenden Artikel zum aktuellen Ist-Zustand, Soll-Zustand und Kann-Zustand der neue SMS-Technik RCS-C (nennen wir sie mal so) geschrieben. Darin enthalten sind alle wichtigen Aspekte vom Datenschutz, über einen möglichen Mehrwert bis hin zu Marktchancen.</p>
<p>Ich habe mir lange überlegt, ob der Dienst in der heutigen Zeit bestehen kann und bin über Wochen zu einem ähnlichen Urteil gekommen wie Karsten Werner. Allerdings fehlte in meiner Überlegung komplett die Möglichkeit den Dienst als Transportkanal für Premium-Dienste bzw. Bezahlinhalte zu verwenden, welche dem Nutzer unterwegs von journalistischer und unterhaltender Seite aus betrachtet durchaus einen Mehrwert bieten können. Hierfür ein &#8220;Chapeau&#8221; an Karsten.</p>
<p>Neben der Einfachheit (Joyn soll in Zukunft auf allen Smartphones vorinstalliert sein und ohne Zusatz-App funktionieren) wird der Preis ein entscheidender Faktor sein. Im aktuellen Connect-Magazin wurde ein Telekommitarbeiter zum Thema &#8220;Pricing&#8221; interviewt. Demnach soll Joyn bei allen Telekom-Verträgen kostenlos sein, bei denen sowieso eine SMS- bzw. all-inkl. Flat eingeschlossen ist. Sollte dieses Preis-Modell Schule machen, wird Joyn vermutlich bei allen Verträgen mit all-inkl. Flats und Kostenairbags auf mittelfristige Zeit kostenlos bzw. eingeschlossen sein. Sollte es so kommen, dürfte sich Joyn rasant verbreiten.<br />
Ich sehe das an meinem Bekanntenkreis. Gerade die nicht so Technik affinen Kollegen sind nicht auf WhatsApp und Co. umgestiegen, sondern haben sich, trotz Smartphone, einfach einen Kostenairbag oder eine komplette Flat geholt und können nun SMS wie wild verschicken. Gibt es für Samstagabend eine Rund-SMS in der Clique, dann dürfen immer diese Kollegen die SMS verschicken. So spart der Rest der Clique Geld und keiner muss sich mit der Technik einer Zusatz-App &#8220;herumschlagen&#8221;.<br />
<strong>Genau das ist die Zielgruppe von Joyn!</strong></p>
<p><a href="https://plus.google.com/u/0/114336617889416367845/posts/ReczR81n7Gp" target="_blank">Wortgleicher Artikel auch auf Google+</a></p>
<p><a href="http://netzwertig.com/2012/03/08/sms-nachfolger-warum-joyn-ein-erfolgsmodell-werden-kann/" target="_blank">Originalartikel auf Netzwertig.com</a></p>
<p><strong>UPDATE: 17.5.2012</strong></p>
<p>Hier noch ein Link zum Angebot von Vodafon. Einer der hier erwähnten Stärken ist auch ganz klar die nicht benötigte App und der damit ebenfalls wegfallende Login. Einfachheit siegt. <a href="http://mobilbranche.de/2012/03/vodafone-sms-ersatz-rcs-e-bereits-im-mai-2012/14421" target="_blank">mobilbranche.de</a></p>
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		<title>Pinger &#8211; Kostenlos telefonieren mit dem Smartphone</title>
		<link>http://baetschman.ralfbachmann.de/2012/02/pinger-kostenlos-telefonieren-mit-dem-smartphone/</link>
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		<pubDate>Wed, 29 Feb 2012 20:19:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bätschman</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Handy und Co.]]></category>
		<category><![CDATA[Mein XDA Diamond und Ich]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit der Smartphone App Pinger sollen Nutzer zukünftig kostenlos ins deutsche Festnetz telefonieren können. Was sich anhört wie das Paradies für Vieltelefonierer hat bei genauerer Betrachtungsweise ein paar Tücken. Über Pinger, wie auch das Konkurrenz-App yuilop, konnten Nutzer bis jetzt echte und kostenlose SMS an jedes Mobiltelefon verschicken. Finanziert wurde der Dienst durch eingeblendete Werbung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Mit der Smartphone App Pinger sollen Nutzer zukünftig kostenlos ins deutsche Festnetz telefonieren können. Was sich anhört wie das Paradies für Vieltelefonierer hat bei genauerer Betrachtungsweise ein paar Tücken.</strong></p>
<p>Über Pinger, wie auch das Konkurrenz-App yuilop, konnten Nutzer bis jetzt echte und kostenlose SMS an jedes Mobiltelefon verschicken. Finanziert wurde der Dienst durch eingeblendete Werbung in der App selbst. Die SMS bleibt dabei werbefrei. Wer SMS verschicken möchte, muss sich zuerst eine virtuelle Handynummer reservieren. Diese wird als Absendernummer beim Empfänger angezeigt und kann auch für die Antwort-SMS verwendet werden. Eintreffende SMS auf diese Nummer werden per Push-Technologie in Echtzeit in der App angezeigt und mit einem Ton signalisiert. Aus Sicherheitsgründen benötigt der Nutzer eine eigene Handynummer zum verifizieren der neuen virtuellen Handynummer. Die „Abrechnung“ der SMS erfolgt bei den Apps über ein Punktekonto. Dieses Punktkonto wird durch jede verschickte SMS reduziert und durch jede empfangene SMS gefüllt. Der Clou dabei ist, dass jede verschickte SMS genauso viele Punkte kostet, wie eine empfangene SMS einbringt. Bleibt der SMS-Ausgang und SMS-Eingang im Gleichgewicht, können unbegrenzt SMS verschicken werden. Gleichzeitig verhindert das Punktekonto SMS-SPAM.<br />
Beide Firmen sprechen seit längerem davon ihren Dienst auch auf normale Telefonie auszuweiten. Pinger scheint nun diesen Schritt als erstes unternommen zu haben. Ob die „Finanzierung“ der kostenlosen Telefonie auf die gleiche Weise wie bei verschickten SMS erfolgt, ist bis jetzt unbekannt.</p>
<p><strong>Zahlreiche Fallstricke warten auf den Nutzer</strong></p>
<p>Nutzer beider Apps sollten sich vor der Nutzung jedoch etwas mit dem Kleingedruckten und der Technik vertraut zu machen, um enttäuschende Erfahrungen und Überraschungen zu vermeiden.<br />
Telefoniert und gesimst wird bei Pinger und vermutlich auch bald bei yuilop entweder über W-LAN oder das UMTS-Netz. Nutzer müssen somit über einen eigenen Internetzugang verfügen. Während das beim heimischen W-LAN eher problemlos der Fall ist, sieht es bei UMTS bereits schwieriger aus. Als erstes benötig man ein ausreichend starkes UMTS-Signal. Ist dieses vorhanden benötigt man darüber hinaus eine Flatrate, die groß genug ist Telefongespräche zu verkraften. Als Faustregel gilt, dass 1 Minute Internetelefonie zwischen 1 &#8211; 1,5 MB pro Minute benötigen. Wer also eine 500MB Flatrate hat, kann zwischen 400-500 Minuten pro Monat telefonieren. Videos, E-Mails, Chats und andere Internetaktivitäten verkürzen natürlich die Zeit. Danach wird entweder die Datenübertragung künstlich verlangsamt oder es fallen weitere Gebühren an.<br />
Last but not least schließen circa 99% der Mobilfunkanbieter Internettelefonie rechtlich aus oder verlangen einen monatlichen Aufpreis. In manchen AGB ist sogar von Schadenersatzforderung die Rede. Obwohl es bis jetzt zu keinem bekannten Fall von Schadensersatzforderungen oder Kündigungen gekommen ist, sei dieser Punkt hier erwähnt.<br />
Gleiche Voraussetzungen gelten übrigens auch Skype, Viber und andere Telefon-Apps.</p>
<p><strong>Günstige Internettelefonie auf dem Smartphone geht auch anders</strong></p>
<p>Wer sich keine neue App und keine zweite Telefonnummer registrieren möchte, für den gibt es auch einen anderen kostengünstigen Trick. Nutzer, die über eine heimische Festnetzflat verfügen (z.b. 1&amp;1), können sich dort per Internet von überall auf der Welt einloggen und telefonieren. Ob im Hotel in New York, an der Uni, im Büro oder im Stadtpark per UMTS, die Festnetzflat ist immer dabei, wo ein schneller Internetzugang verfügbar ist. Natürlich gelten auch hier die gleichen juristischen Rahmenbedingungen wie bei jeder Internettelefonie-App. Es gilt also immer die AGB zu lesen um nicht nachher eine böse Überraschung zu erleben.</p>
<p><strong>Daten, Daten, Daten &#8211; nichts ist umsonst</strong></p>
<p>Wie bei anderen Apps, die kostenlose Dienstleistungen anbieten will auch Pinger die Daten der Nutzer als Gegenleistung. Welche Daten abgesaugt und nach USA geschickt werden hat das Magazin <a href="http://t3n.de/news/pinger-whatsapp-kostenlose-371312/" target="_blank">t3n</a> untersucht.</p>
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		<title>De-Mail und E-Postbrief zur Cebit 2012</title>
		<link>http://baetschman.ralfbachmann.de/2012/02/de-mail-und-e-postbrief-zur-cebit-2012/</link>
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		<pubDate>Tue, 21 Feb 2012 20:37:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bätschman</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[De-Mail vs. Onlinebrief]]></category>

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		<description><![CDATA[Alle Jahre wieder … so könnte man die Berichterstattung über die De-Mail im Vorfeld jeder Cebit oder IFA beginnen. Alle Jahre wieder soll es bei den beiden Projekten gesetzliche und technische Fortschritte geben, welche dann auf der jeweiligen Messe präsentiert werden sollen. Wie jedes Jahr wird auch auf der diesjährigen Cebit wieder das De-Mail System [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Alle Jahre wieder … so könnte man die Berichterstattung über die De-Mail im Vorfeld jeder Cebit oder IFA beginnen. Alle Jahre wieder soll es bei den beiden Projekten gesetzliche und technische Fortschritte geben, welche dann auf der jeweiligen Messe präsentiert werden sollen.</strong></p>
<p>Wie jedes Jahr wird auch auf der diesjährigen Cebit wieder das <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Grosser-Bahnhof-fuer-De-Mail-1437139.html" target="_blank">De-Mail System vorgestellt</a>. Zum wiederholten Mal wollen die beteiligten Firmen ihre erreichten Fortschritt beim Gesetzgebungsverfahren und der Technik der Öffentlichkeit präsentiert. Auf ein funktionierendes System warten die Nutzer dabei jedoch vergebens. Gerade erst wurde zwar <a href="http://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2012-02/22746315-francotyp-postalia-holding-ag-mentana-claimsoft-erhaelt-de-mail-akkreditierung-016.htm" target="_blank">Mentana-Claimsoft</a> als erster De-Mail-Anbieter ak<span style="color: #000000;">kreditiert, <del>dieser nimmt aber nach aktuellem Stand keine Privatkunden an, sondern spezialisiert sich auf Firmen mit eigenen De-Mail-Servern.</del></span></p>
<blockquote><p><strong>EDIT:</strong> Wie ich von Nils Kiehne in den Kommentaren erfahren habe, nimmt Mentana-Claimsoft auch Privatkunden auf. Danke für den Hinweis.</p></blockquote>
<p>Bereits über die ganzen vergangenen Monate hatte das De-Mail System nicht nur unter den ständigen Kritikpunkt der Netzgemeinde zu leiden, sondern wurde auch auf Grund der immer wieder verzögerten Einführung milde belächelt. Zu oft wurden die nötigen Gesetze verschoben und die Einführung verlegt.<br />
Das Konkurrenzprodukt der Deutschen Post, der E-Postbrief, konnte in der Zwischenzeit immer neue Mitglieder gewinnen. Doch auch hier zeigt sich, dass registrierte Nutzer nicht gleich aktive Nutzer sind. Wie <a href="http://www.internetworld.de/Nachrichten/Technik/Dienstleistungen/E-Postbrief-bislang-kaum-genutzt-Post-Aufbruch-ins-elektronische-Zeitalter-stockt?utm_source=feedburner&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=Feed:+internetworld/KNxy+%28Internet+World+Business%29" target="_blank">InternetWorld</a> berichtet, wird der E-Postbrief im alltäglichen Leben kaum angenommen.<br />
Die Gründe dafür werden wohl zahlreich und recht individuell sein. Beginnend vom Preis, über die Sicherheit, die Usability, bis zu den eher geringen Einsatzmöglichkeiten gibt es viele Faktoren, die der „neuen“ Kommunikationsform im Weg stehen.</p>
<p><strong>GMX und Web.de entwickeln währenddessen ihr Portal weiter:</strong><br />
Bereits zur IFA 2011 in Berlin konnten Besucher auf dem Stand von United Internet das neue De-Mail Portal bestaunen. Das neue System ist von der Grafik und der Usability stark an bekannte Web-Mail-Systeme angelehnt und soll dem Nutzer eine saubere und einfache Handhabung ermöglichen. Gerade das etwas lieblos gestaltete und auch noch sehr fehlerhafte E-Postbrief-Portal der Deutschen Post hatte diesbezüglich immer wieder für Ärger bei den Nutzern gesorgt. Den beteiligen De-Mail-Anbietern wäre darum geraten den Nutzern von Beginn an ein sehr gutes Portal zur Verfügung zu stellen, um den Kritiker wenigsten bei der Usability keine Angriffsfläche zu bieten.<br />
Durch die bis jetzt nicht verbesserte Technik, bleiben auch die sonstigen Kritikpunkte im Bereich Sicherheit, Verschlüsslung, fehlende Anbindung an E-Mail-Clients und Registrierung unverändert.</p>
<p><strong>Harter Marktkampf und unsichere Aussichten:</strong><br />
Nach aktuellem Stand der Rechtsprechung darf die Deutsche Post ihren Konkurrenten United Internet und Deutsche Telekom eine amtliche Registrierung per Post-Ident Verfahren verweigern. Wo und wie sich neue De-Mail-Nutzer registrierten werden können ist bis jetzt unbekannt. Oft wurden die T-Punkt Shops der Deutschen Telekom oder auch flexible Infostände in Supermärkten und anderen belebten Bereichen ins Gespräche gebracht. Eine offizielle Stellungnahme blieb jedoch immer aus.</p>
<p><strong>Der Preis ist heiß:</strong><br />
Während die Deutsche Post für ihren E-Postbrief 55 Cent pro Stück berechnet, haben die De-Mail Anbieter bis jetzt noch keine offiziellen Preise veröffentlicht. Auf mehreren Terminen wurde immer wieder die Idee eines kostenlosen Monatskontingents angesprochen. Ob diese Preispolitik der späteren Realität entspricht, wird sich vielleicht auf der Cebit 2012 herauskristallisieren.</p>
<p>Bis dahin gibt es sowohl über die De-Mail wie auch den E-Postbrief keine entscheidenden Neuigkeiten zu berichten. Sollte einer Firma jedoch der große Wurf z.B. kostenlose De-Mails bzw. E-Postbriefe, oder eine sichere E-Mail-Client-Anbindung (eventuell sogar mit S/Mime Unterstützung) für Endkunden gelingen, würde das Projekt rechtssichere E-Mail wieder unter einem anderen Stern stehen.</p>
<p>In der Kategorie <a href="http://baetschman.ralfbachmann.de/category/de-mailonlinebrief/" target="_blank">De-Mail vs. Onlinebrief</a> finden sich alle Beiträge, die zu diesem Thema jemals auf Bätschman.de geschrieben wurden.</p>
<p><strong>Linkssammlung Februar 2012:</strong><br />
<a href="http://www.wiwo.de/unternehmen/dienstleister/deutsche-post-warten-auf-den-grossen-durchbruch/6235782.html" target="_blank">Deutsche Post: Warten auf den großen Durchbruch</a><br />
<a href="http://www.computerwoche.de/netzwerke/web/2505025/" target="_blank">Digitaler Brief: Telekom wählt Absender auf .de-mail.de</a><br />
<a href="http://www.posttip.de/News/24108/e-postbrief-1-million-nutzer-und-neue-funktionen.html" target="_blank">E-Postbrief: 1 Million Nutzer und neue Funktionen</a><br />
<a href="http://www.cio.de/public-ict/communication/2305114/" target="_blank">E-Postbrief hinter Plan: Telekom-Mails enden auf de-mail.de</a><br />
<a href="http://www.computerwoche.de/management/compliance-recht/2505271/" target="_blank">Nach dem Empfang der De-Mail: Mails rechtssicher archivieren</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Elektroautos sind die Autos der Zukunft &#8211; nicht der Gegenwart</title>
		<link>http://baetschman.ralfbachmann.de/2012/02/elektroautos-sind-die-autos-der-zukunft-nicht-der-gegenwart/</link>
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		<pubDate>Sun, 05 Feb 2012 18:14:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bätschman</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Mobilität 2.0]]></category>
		<category><![CDATA[Politik und Gesellschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Hört man sich im Bekanntenkreis, im Internet oder auf der Straße um, spürt man beim Thema Elektroauto noch eine starke Zurückhaltung in der Bevölkerung. Eine Studie auf Spiegel Online will nun herausgefunden haben, dass sich die meisten Vorurteile in Luft auflösen, sobald die Teilnehmer die Chance erhalten ein Elektroauto zu testen.  Zu geringe Reichweite, zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Hört man sich im Bekanntenkreis, im Internet oder auf der Straße um, spürt man beim Thema Elektroauto noch eine starke Zurückhaltung in der Bevölkerung. Eine Studie auf Spiegel Online will nun herausgefunden haben, dass sich die meisten Vorurteile in Luft auflösen, sobald die Teilnehmer die Chance erhalten ein Elektroauto zu testen. </strong></p>
<p><img onError="javascript: wp_broken_images = window.wp_broken_images || function(){}; wp_broken_images(this);"  class="alignnone" src="http://i86.photobucket.com/albums/k84/baetschman/Opel%20Ampera/ampera16.jpg" alt="" width="500" height="375" /></p>
<p>Zu geringe Reichweite, zu lange Ladezeit, zu hoher Preis – die Liste der Gegenargument gegen eine Elektroauto oder einen seriellen plug-in Hybrid scheinen lang und gewichtig zu sein. Der <a href="http://www.pressemitteilungen-online.de/index.php/studie-jeder-dritte-wuerde-sich-ein-elektroauto-kaufen/" target="_blank">Autofahrer von heute erkennt</a> zwar die Wichtigkeit, fossile Brennstoffe einzusparen, möchte dabei aber nicht auf die Errungenschaften bzw. Eigenschaften der modernen Autos verzichten. Kurz gesagt, ein Elektroauto ist dann gut, wenn es weniger kostet, weniger verbraucht, weiter fährt und schneller betankt ist als ein heutiges Auto mit Verbrennungsmotor. Da bekanntlich auch im Automobilbereich die „eierlegende Wollmilchsau“ noch nicht erfunden ist, werden die ersten Elektro-Pioniere wohl in dem einem oder anderen Punkt vorerst zurückstecken müssen.</p>
<p><a href="http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0,1518,811367,00.html" target="_blank">Spiegel online</a> will nun herausgefunden haben, dass alle diese Vorurteile zunehmend in den Hintergrund treten, sobald ein Versuchsteilnehmer selber ein Elektroauto fahren darf. Hierzu wurden die Teilnehmer der Studie vor der Probefahrt und nach der Probefahrt befragt. Die Untersuchung zeigt auch, dass die Teilnehmer durchaus bereit wären einen gewissen Aufpreis in Kauf zu nehmen. Dieser liegt laut einer weiteren <a href="http://www.dailygreen.de/2012/01/25/studie-ein-elektroauto-darf-nur-1500-euro-mehr-kosten-30966.html" target="_blank">Studie</a> bei etwas 1.500 Euro im Vergleich zu einem Benzin-Auto der gleichen Größe.</p>
<p><strong>Was jedoch mehr interessiert ist die Schlussfolgerung aus der Studie:</strong><br />
Kurz gesagt, vergleicht der Autor das Elektroauto mit dem iPhone. Seiner Meinung nach ist das Elektroauto so „cool“ wie das iPhone und wird sich genauso durchsetzen, wenn es nur genügend Leute gibt, die das „Gerät“ in realen Leben sehen und auch anfassen können. Sicherlich ist der Siegeszug des iPhone und auch anderer Smartphones enorm. Am Anfang noch belächelt, erobern sie heute bereits Kinderzimmer und Altenheime, von Büros und Haushalten ganz zu schweigen. Es stellt sich die Frage, ob die Interpretation der Spiegel online Studie wirklich so einfach ist?</p>
<p>Sicherlich gehört dem Elektroantrieb eine Teil der Zukunft. Die Zahl der Elektroautos auf den Straßen wird in den nächsten Jahren langsamen aber konstant steigen, was nicht nur die Preise sinken lassen wird, sondern das Gefühl und die Sensibilität der Bevölkerung für das Thema positiv beeinflussen wird. Wenn der Nachbar, der Arbeitskollege oder der Fußballfreund ein Elektroauto fährt und in der Kneipe seine Erfahrungen direkt aus erster Hand schildert, werden einige ihre Einstellung überdenken. Ganz ohne Zweifel. Aber ob das Elektroauto einen Siegeszug wie das iPhone antreten wird, wird sich zeigen. Zu Groß sind im Moment noch der Preisunterschied und die Reichweite. Beide leider in die falsche Richtung.<br />
Ruft man sich aber historische Aussagen zu den allerersten Autos in Erinnerung, ist es ein Wunder, daß wir mit der Automobiltechnik heute dort sind, wo wir uns befinden. Auf Dauer wird Benzin fast unbezahlt werden, während der Strompreis nur minimal steigen wird. Die Aufpreise der Elektroautos werden durch höhere Stückzahlen sinken und die Reichweite wird durch bessere Akkutechnik steigen. Irgendwann wird die kritische Maße erreicht werden. Dann werden Autos mit Verbrennungsmotoren diejenigen Autos sein, die nach „Ladestationen“ (Tankstellen) suchen müssen. Bis zu diesem Punkt ist es aber noch ein weiter, wenn auch spannender Weg.</p>
<p><strong>Umfrage:</strong><br />
Wann oder ab wann würdet ihr ein Elektroauto fahren? Ist der Preis der entscheidende Knackpunkt, oder sind es auch andere Punkte, die euch verleiten würden ein Elektroauto zu kaufen? Wie sieht es mit der Benutzung der Busspur oder des Standstreifens bei Stau aus (Fast Lane)? Reservierte Parkplätze und kostenloser Strom beim Einkaufen im Supermarkt? Grüner Strom am Arbeitsplatz oder im Restaurant? Weniger KFZ-Steuer? Eure Meinung interessiert mich.</p>
<p><strong>Elektroautos während der Fahrt laden:</strong><br />
Seit längerem entwickelt vor allem Daimler eine Möglichkeit Elektroautos ohne Kabel per Induktion zu laden. Dafür muss das Auto nur über einer bestimmten Stelle geparkt werden und die im Boden liegenden Kabel laden den Akku des Auto durch ein magnetisches Feld. Jetzt haben Entwickler in Asien eine Möglichkeit erdacht, Elektroautos auch während der Fahrt zu laden. Hierfür bauen sie einfach die für die Induktion nötigen Ladespulen in den <a href="http://video.golem.de/wissenschaft/7153/drahtloses-ladesystem-in-der-fahrbahn.html" target="_blank">Straßenbelag ein</a>. So wird das Auto während es fährt wieder &#8220;befüllt&#8221;.</p>
<p><em><a href="https://plus.google.com/u/0/114336617889416367845/posts/jmzjdMdxRQM" target="_blank">Artikel auch auf Google+</a></em></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Kommunikationsirrsinn: Ich bin ich und zwar dort wo ich sein will</title>
		<link>http://baetschman.ralfbachmann.de/2011/12/kommunikationsirrsinn-ich-bin-ich-und-zwar-dort-wo-ich-sein-will/</link>
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		<pubDate>Thu, 29 Dec 2011 10:16:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bätschman</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Handy und Co.]]></category>
		<category><![CDATA[Internet und Co.]]></category>
		<category><![CDATA[Politik und Gesellschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[oder warum &#8216;Spiegel online&#8217; das Internet immer noch nicht verstanden hat. Kommentar zum &#8216;Spiegel online&#8217; Artikel „Kommunikationsirrsinn: Wer bin ich &#8211; und wenn ja, wo?“ der nicht nur falsch ist, sondern gleichzeitig eine beinahe elitäre Unwissenheit über die Onlinewelt offenbart. Der Autor Stefan Berg beschreibt in seinem Artikel die Auflösung der Kommunikation und die fast [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>oder warum &#8216;Spiegel online&#8217; das Internet immer noch nicht verstanden hat.</strong></p>
<p><strong>Kommentar zum &#8216;Spiegel online&#8217; Artikel „<a href="http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,802290,00.html">Kommunikationsirrsinn: Wer bin ich &#8211; und wenn ja, wo?</a>“ der nicht nur falsch ist, sondern gleichzeitig eine beinahe elitäre Unwissenheit über die Onlinewelt offenbart. Der Autor Stefan Berg beschreibt in seinem Artikel die Auflösung der Kommunikation und die fast schon desaströse Beschleunigung des heutigen Lebensstils durch moderne Smartphone- und Internetkommunikation. Dabei begeht er den Fehler sich rein auf Äußerlichkeiten und sichtbaren Symptome zu beschränken und hängt darüber hinaus einer idealisierten und romantisierten Wunschvorstellung einer Gesellschaft nach, die es so wohl nie gab.</strong></p>
<p>Der Leser wird gleich zu Beginn des Artikels von einem Photo begrüßt, welches einen Mann mittleren Alters zeigt, der wutentbrannt sein Mobiltelefon anschreit. Ein Einstellung, die sich auch im Artikel deutlich wiederfindet. Als sei das Mobiltelefon Grund allen Übels.<br />
Auch die ersten Worte in der Einführung zeugen von einer eher negativen Sicht auf das Thema. So würden wir laut Berg durch die heutigen Kommunikation nicht nur jede Beziehung zu Raum und Zeit verlieren, sondern unsere Hirne seien auch vom Herzen entkoppelt &#8211; grosse Worte leicht ausgesprochen.</p>
<p><strong>Beginne stets mit einem Beispiel:</strong><br />
Als Einstieg erzählt Berg ein Paradebeispiel, welches wohl täglich in tausendfacher Ausführung auf Flughäfen und Bahnhöfen zu bestaunen ist. Ein abgehetzter Mensch irrt mit seinem Mobiltelefon durch die Weiten der Flughalle und hat keine Zeit für seine Umgebung.<br />
Das Schöne an einprägsamen Beispielen ist, dass sie dem Leser eine gutes Gedächtnisbild liefern. Aber genauso wenig wie eine Schwalbe keine Sommer macht, kann ein Beispiel eben nicht die Allgemeinheit abdecken. Die Gesellschaft und vor allem die menschliche Kommunikation besteht eben aus mehr als einem einzigen Beispiel.</p>
<p>Auch das zweite Beispiel von vier Jugendlichen in einer Strassenbahn zeigt wenig Tiefblick für die Art und Weise der menschlichen Kommunikation und die technischen Möglichkeiten. Der Leser erfährt eine Geschichte über vier Jugendlichen, die in einer Strassenbahn sich zwar gegenüber sitzen aber anstatt zu reden und sich auszutauschen, lieber in ihre Smartphones starren. Der Autor und in diesem Fall unbeteiligter Beobachter, gibt zu nicht zu wissen, was sie genau mit ihren Smartphones machen, aber trotzdem ist es automatisch schlechter als sich zu unterhalten.<br />
Der Leser erfährt aber nicht, ob die Jugendlichen sich überhaupt kennen und somit auch unterhalten wollen. Kaum jemand möchte von fremden Menschen in der Strassenbahn „zu gequatscht“ werden. Das gilt auch für Jugendliche.<br />
Der zweite Fehler den Stefan Berg nicht nur an dieser Stelle macht, ist die technische Kommunikation, oder wie er es nennt „Gerätekommunikation“, der persönlichen Kommunikation unterzuordnen. Niemand weiss, was die Jugendlichen mit ihren Geräten machen oder mit wem sie sich über welche Plattformen und über welche Inhalte austauschen. Allein die Tatsache, dass sie es über ihre Smartphones machen, scheint dem Autor Grund genug die Kommunikation abzuwerten.</p>
<p><strong>Der Ton macht die Musik:</strong><br />
Dabei wäre es für die vier Jugendlichen mit Leichtigkeit möglich sich weltweit, in allen erdenklichen Sprachen mit Milliarden von Menschen über alle erdenklichen Themen auszutauschen. Einer der Jugendlichen könnte mit einem Professor in den USA ein Heilmittel gegen Krebs finden oder eine schwere mathematische Formel lösen, während der andere Jugendliche seiner Oma im Krankenhaus eine nette SMS schreibt, damit diese sich nicht so einsam fühlt. Jede erdenkliche Situation wäre möglich. Was macht also eine „Gerätekommunikation“ automatisch schlechter als eine Face-to-Face Kommunikation? Es ist der Inhalt einer Kommunikation, welche die Qualität bestimmt und nicht die technische Form.</p>
<p><strong>Baggern, blinkern, flirten – so weit das Auge reicht:</strong><br />
Auch der Alternativvorschlag des Autors als Ersatz für die „Gerätekommunikation“ hört sich zwar nett aber irgendwie romantisiert an. Der Leser erfährt, dass die Generation des Autors früher im Bus gebaggert, geblinkert und geflirtet hat.<br />
Da stellt sich die Frage, wie viel ein Mensch eigentlich flirten kann pro Woche. Wer als Schüler oder Berufstätiger den Bus respektive den Zug zu Arbeit nimmt, fährt mindesten 10 Mal pro Woche Bus oder Bahn. Und das meisten auf der gleichen Route und zur gleichen Zeit. Natürlich könnte man sagen, dass man eigentlich ständig und überall flirten kann und könnte, aber wenn man immer den gleichen Bus nimmt, wird es nach einigen Wochen doch recht langweilig oder man ist schnell als Lüstling von Bus 3 verschrieen. Es stellt sich die Frage, ob der Autor hier nicht einem idealisierten Vergangenheitsbild nachhängt. Auch früher haben die Schüler im Bus Mickey Maus oder YPS und die Erwachsenen Zeitung gelesen und nicht immer nur geflirtet und sich angeregt unterhalten. Heute ist es eben das Smartphone. Aber wie bereits erwähnt, ist es der Ton der die Musik macht.<br />
Warum ist das Lesen einer Zeitung auf dem Smartphone schlechter als auf Papier? Warum kann ich nicht mit dem Smartphone (entweder per SMS, Facebook oder per Video-Gespräch) mit der Bekanntschaft aus der Disko flirten?<br />
Das was Stefan Berg als Verlust von Raum und Zeit sieht, kann auch als Gewinn von Nähe gesehen werden. Endlich ist es möglich mit den Menschen zu kommunizieren mit denen man in einem bestimmten Moment kommunizieren will. Niemand wird mehr gezwungen auf Grund eines Zufalls, sei es dass man zufällig die gleiche Strassenbahn teilt oder an einem anderen Ort aufeinander trifft, zu kommunizieren. Der Verlust von Raum und Zeit kann somit auch ein Triumph über Raum und Zeit bedeuten, der bei Kontrolle eine Vielzahl von neuen Möglichkeiten eröffnet.</p>
<p><strong>Manager oder Herzchirurg:</strong><br />
Die ständige Erreichbarkeit kennt heute kaum noch Grenzen. Mit dieser einfach wiedergegebenen Aussage des Autors kann sich wohl jeder anfreunden. Banker und Börsenspekulanten verbringen mehr Zeit am Telefon als mit schlafen. Während der Banker in New York am arbeiten ist, muss der Banker in Europa trotz Nacht ebenfalls erreichbar sein.<br />
Was sich anhört wie Erscheinung unserer modernen Welt ist nichts anderes als wirtschaftliches Denken gepaart mit moderner Technik. Seit dem Mittelalter ging es in der Wirtschaft und im Krieg immer darum als Erster informiert zu sein. Ein Segelschiff, welches nur acht anstatt neun Wochen für eine Fahrt benötigt, war besser für den Händler und auch für den Informationstransport. Später kamen Brief, Telegramme, Faxe und eben Mobiltelefon und Internet.<br />
Informationen waren schon immer Gold wert. Wer als erstes informiert war, hatte bessere Chancen auf ein gutes Geschäft. Natürlich wird die Kommunikation schneller. Die Grundidee bleibt aber die gleiche.<br />
Auf der andere Seite kommt es wie immer auf die Sichtweise an. Die ständige Erreichbarkeit der Banker und der abgehetzte Börsenmakler am Flughafen sind nur eine Seite des Medaille. Auf der anderen Seite ist der Herzchirurg der sekundenschnell in der Nachtschicht erreicht werden kann, wenn jemand auf der anderen Seite der Welt ein Spenderherz benötigt. Hier wäre ein Brief wohl die falsche Kommunikationsform.<br />
Was macht also die ständige Erreichbarkeit im ersten Beispiel so viel schlechter als die ständige Erreichbarkeit im zweiten Beispiel?</p>
<p><strong>Zeit-Management vs. Zeitgefühl:</strong><br />
Vielleicht zu Recht fragt Stefan Berg warum wir in der heutigen Welt ein „Zeit-Management“ benötigen und uns kein „Zeitgefühl“ ausreicht. Lässt man ausser Acht, das die Wortwahl hier falsch ist (das Wort Zeitgefühl ist das Gefühl der Uhrzeit und kein Bauchgefühl, das etwas mit Koordination von Terminen zu tun hat), so sieht es für die meisten Menschen so aus, dass wir von einem Termin zu anderen hetzen und dabei kaum Zeit für uns selbst haben.<br />
Was jedoch etwas stört ist die Wortwahl. Während dem Fremdwort „Management“ etwas Fremdes, Professionelles und vielleicht auch etwas Bedrohliches innewohnt, ist das deutsche Wort „Gefühl“ etwas Vertrautes und etwas Freundliches.<br />
Allein schon die Wortwahl, auch wenn sie falsch gewählt ist, zeigt die Tendenz des Autors. Die moderne Version der Zeitplanung birgt etwas Fremdes und etwas Kompliziertes. Ganz im Gegensatz zur leichten Zeitplanung früherer Zeiten, in denen man alles mit „Bauchgefühl“ bewältigen konnte. Dabei geht es nicht um die Wortwahl und oder das Bauchgefühl. Es geht darum seine Zeit so einzuteilen, dass man genügen Luft zum Entspannen und Durchatmen hat. Ob man das mit dem Terminkalender regelt oder mit dem Bauch ist egal. Eine saubere Terminplanung ist der Schlüssel zur Gelassenheit.</p>
<p><strong>Etwas gehobene Literatur kommt immer gut:</strong><br />
Auch das Beispiel mit Versen aus der hohen Literatur, in diesem Fall Rilke, zeigt die Sichtweise und den Stellenwert, welche die moderne Technik beim Autor einnimmt. Man hört vom „Glauben der Berge versetzen kann“, den Texten die „die Gegenwart erleben lassen“ und damit einen „Gegenwartsgewinn“ bringen sollen. Mit literarischen Worten umspielt Stefan Berg die hohen Genüsse, die Literatur nicht nur für dem Leser, sondern der Menschheit bringt und schimpft einen Absatz weiter unten auf Modernitäten wie Handy, Server und das Netz. Alle diese neumodischen Erscheinung hätten uns seiner Meinung nach fest im Griff und würden damit unseren Tagesablauf bestimmen. Wie Sklaven würden wir uns der Technik unterwerfen.<br />
Trotz wohlklingender literarischer Worte, die übrigens bei Stefan Berg in jedem Absatz zu finden sind, verläuft sich die Argumentation vollkommen im Leeren.<br />
Nicht das Netz und der Server bestimmen unsere Zeit und vernichten unsere Gegenwart (was auch immer das bedeuten mag), sondern wir selbst. Rein der Mensch handelt. Technische Geräte haben keine Willen und bestimmen nicht unserer Erreichbarkeit. Die Druck jederzeit erreichbar zu sein kommt von uns selbst, unseren Mitmenschen und unserem Chef. Jedes technische Gerät hat einen Knopf um es ausschalten und es ist schon sehr interessant, wie wenig Menschen diesen auch nutzen (können). Lieber klagt man etwas über den Druck der ständigen Erreichbarkeit, als sich mit der Technik vertraut zu machen und diese für sich arbeiten zu lassen.<br />
Die Technik kann nur über denjenigen Macht erlangen, der sie nicht zu bändigen weiß.</p>
<p><strong>Ihr wolltet Literatur? Jetzt habt ihr eine Bibliothek:</strong><br />
Was auch gerne übersehen wird, ist die Möglichkeit mit einem Smartphone (oder E-Book Reader) hunderte von Meisterwerken und Dichtern mit sich herum zutragen. Während also der literarische Mensch stolz mit einem Buch von Rilke gemütlich umher schlendert, hat der technikaffine Mensch eine kleine Bibliothek in der Hosentasche. Und ist somit immer und überall bereit sich zu bilden. Auch hier kommt es wie so oft nicht auf die Form, sondern den Inhalt an. Wenn man ein Buch nicht nach dem Einband beurteilen soll, dann bitte auch nicht den Inhalt einer Smartphone-Festplatte nach dem Gerät drumherum oder den Spielen auf dem Display.</p>
<p><strong>Grundkurs Kommunikationslehre:</strong><br />
&#8216;Grosse Wort klingen gross&#8217;, dieser Ansicht ist der Autor in weiten Teilen des Artikels. So auch in dem Satz: „Unsere Art der Kommunikation dient nicht mehr der Kommunikation, sie verhindert sie.“ Ein Satz der falscher bzw. ungenauer nicht sein kann. Kommunikation kann keine Kommunikation verbessern oder verschlechtern, Kommunikation ist Kommunikation. Was sich verschlechtern kann, ist der Inhalt, die Verständlichkeit oder Akzeptanz. Aber sobald Kommunikation stattfindet wird kommuniziert.<br />
Technisch gesehen wird hierbei komplett ausser Acht gelassen, dass die neuen Formen der Kommunikation wie z.B. Internet, keine Verbesserungen oder Verschlechterungen, sondern nur Verlagerungen darstellen. Der Inhalt eines Briefes bleibt gleich gut oder gleich schlecht, egal ob er per Post mit schönen Briefpapier versendet wird oder per E-Mail. Für den Inhalt ist der Sender/Schreiber und nicht die Übertragungsform verantwortlich.<br />
Übrigens eine Tatsache für alle, die das Internet stärker kontrollieren und einschränken wollen.</p>
<p><strong>Wie ein Fisch im grossen Teich:</strong><br />
Das Netz würde uns klein machen, so Stefan Berg weiter. Klein wie &#8216;Mini-Bits im Mega-Universum&#8217;. Die Gegenthese könnte auch lauten: „Wir sind Mini-Bits im Mega-Universum und waren es schon immer, nur jetzt können wir es erkennen“. Hatten Menschen vor dem Internet in ihrem sozialen Umfeld vielleicht hundert oder tausend direkte Kontakte, müssen sie heute im Internet gegen Milliarden anderer Stimmen ankämpfen. Diese Menschen waren jedoch schon immer auf diesem Planeten, nur ab jetzt sprechen sie alle auf der gleichen Plattform und kämpfen im gleichen Forum um Aufmerksamkeit. Dies mag erschreckend sein, ist jedoch Fakt. Durch das Internet sind wir nicht kleiner geworden, sondern haben nur unser theoretisches soziales Umfeld auf die ganze Welt ausgedehnt. Für die einen ist es die Chance ganz neue Leute kennen (und lieben) zu lernen, für die anderen eine Bedrohung mit ihrer Stimme unter zu gehen.</p>
<p><strong>Totschlagargumente Liebe oder Kinder:</strong><br />
Will man eine These oder Theorie angreifen gelingt das immer gut mit den Argumenten Liebe und Kinder. „Wo bleibt die Liebe“ und „denkt doch mal an die Kinder“ sind klassische Sätze, die dem Diskussionsgegner direkt in die Ecke drängen. In diesem Fall fragt Stefan Berg nach der Liebe in dieser schnellen, unpersönlichen, von Angst beseelten, fremdbestimmten und hochtechnisierten Onlinewelt. Noch einmal wird eine ganze Reihe literarischer Wortspiele aufgeführt. Der Leser erblickt Sätze wie: „der Teilchenbeschleuniger der Hirne zerreisst“ oder „wer hört den zu mit ganzem Ohr“ oder „wer zerstört das neue Babylon?“. Noch grössere Wort noch gelassener ausgesprochen. Der Leser könnte meinen keinen Artikel über das Internet, sondern über den Teilchenbeschleuniger bei Genf zu lesen. So schön sich diese Sätze auch lesen, was aber haben diese Argumente mit der Thematik und der Kommunikation zu tun? Liebe ist dort wo Menschen sind und im Internet gibt es Menschen und soziale Kontakte. Was wir daraus machen entscheidet über die Frage nach der Liebe.</p>
<p><strong>Schließe einen technik-kritischen Artikel immer mit einem Beispiel über einen alten Menschen:</strong><br />
Will man die Unwichtigkeit der heutigen Technik anprangern ist es immer gut einen kritischen Artikel mit einer Herz erweichenden Geschichte über einen älteren Menschen abzuschließen, der damals auch ohne dieses „neumodische Zeug“ aufgewachsen ist und wegen Krieg und/oder Hungersnot ganz andere Probleme hatte und auch noch lebt.<br />
In diesem Fall ist es eine alte Frau, die in einem kleinen Dorf lebt und dieses während ihrem ganzen Leben auch noch nie groß verlassen hat. Mit literarischem Genuss zeichnet der Autor eine Szene wie aus einem künstlerischen Film. Eine alte Frau sitzt auf einer Parkbank an einem Fluss, der ihr alles gebracht hat in ihrem Leben. Tote Menschen, Soldaten, ihre große Liebe und ein warmes Gefühl der Ruhe. Was ihr der Fluss aber nicht gebracht hat, sind Informationen über die politischen Unruhen im Nahen Osten, das Treiben der Politiker dieser Welt, die Nähe zu den Freunden im Ausland (bei Google+ sogar im Weltall) und die Möglichkeit selber (Urlaub buchen) oder nur durch Kameras (Google Street View) und Bilder an jeden Ort der Welt zu reisen. Wer die Ruhe und die Abwesenheit der Welt sucht, muss sich nicht wundern, wenn er neben der Ruhe auch den Wissens- und Informationsstand des vorletzten Jahrhunderts findet. Neben der beklagten Hecktick bringt die Onlinewelt zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit nämlich die Möglichkeit, sich so gut zu informieren und so gut zu bilden wie nie zuvor. Jeder kann überall Informationen abrufen und auch verteilen. Die Welt wächst zusammen wie nie zuvor. Die alte Frau auf der Parkbank brauchte kein Internet als Krieg war. Vielleicht wäre mit dem Internet aber nie ein Krieg ausgebrochen? Wir wissen es nicht. Wir können es aber nach recherchieren und nebenbei schicken wir nette Grüße an Freunde auf der ganzen Welt und laden uns Goethes Faust auf unsere Smartphones, damit wir morgen im Bus auch etwas Schönes zum Lesen haben. Nur das wird der Mensch im Bus neben uns nie erfahren. Vielleicht sollte man sich die Verse laut Vorlesen lassen, damit auch Spiegel Autoren sehen und hören können, was auf den Smartphones alles möglich ist. Aber dann würden sich diese vermutlich über die Leute im Bus aufregen, die sich durch intellektuelle Inhalte profilieren wollen.</p>
<p><strong>Tl;dr:</strong><br />
Spiegel Online hat in großen Zügen weder das Internet, noch die mobile Kommunikation, noch die jüngeren Menschen verstanden. Der erwähnte Artikel von Stefan Berg ist ein sehr gutes Beispiel dafür. Viele fragwürdige Thesen gestützt auf oberflächliche Beobachtungen und eine fast technik-feindliche Einstellungen ergeben eine Vielzahl von meiner Meinung nach falschen Aussagen, die auch durch blumige und schöne Worte nicht richtiger werden. Aus diesem Grund habe ich dieses Gegenkommentar verfasst.<br />
Zusatznotiz: Auch wenn der Autor Stefan Berg des öfteren erwähnt wird, ist der Blogartikel kein Angriff auf seine Person, sondern lediglich eine Gegendarstellung aus meiner Sicht und eine Medienkritik an der Medienkritik. Es ist mir durchaus bewusst, dass die von mir aufgeführten technischen Möglichkeiten und Beispiele nicht der alltägliche Standard sind. Es war mir jedoch wichtig zu sagen, dass die Welt und schon gar nicht die Welt der Technik und der Kommunikation so eindimensional und vor allem so schwarz ist, wie sie in dem &#8216;Spiegel online&#8217; Artikel beschrieben wird.</p>
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