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Archiv für September, 2009

Nach der Wahl ist vor der Wahl

28. September 2009

Die Wahl ist vorbei und jetzt wird man sehen. Ich will mich an dieser Stelle gar nicht über Sitze und Prozente auslassen. Das dürfen andere machen. Auch ob das Ergebnis gut oder schlecht für Deutschland ist, überlassen ich den echten oder selbsternannten Politologen. Ich stelle jedoch fest, dass die Wahlbeteiligung sehr schlecht war. Mein Aufruf zum Wählen zu gehen also nur wenig gebracht hat *Ironie Ende* *lach*. Jetzt müssen die Neuen zeigen was sie können und ob sie ihre Versprechen halten. Es bleibt abzuwarten.

Da ich ja dieses Jahr an der Auszählung der Briefwahlstimmen teilgenommen habe (leider ohne Photo), konnte ich zum ersten Mal hinter die Kulissen schauen. Ich kann die Leser an dieser Stelle beruhigen. Zustände wie in Afghanistan haben wir noch nicht.
Interessant waren allerdings manche Konstellationen die Wähler mit der Erst- und Zweitstimme gewählt haben. CDU und Piratenpartei sind ja noch ok. Komisch wird es allerdings wenn NPD und Linke auf einem Wahlschein angekreuzt sind. Was sich diese Wähler dabei gedacht haben, bleibt für immer ein Rätsel. Auch Linke und FDP sind eine seltsame Mischung.

Nur soviel zum Schluss. Horst Schlemmer hätte drei Stimmen erhalten. :-)

Da diese Stimmen jedoch ungültig waren und die oben erwähnten Konstellationen in keinster Weise zurückzuverfolgen sind, plaudere ich hier auch keine Geheimnisse aus, wie das mal wieder bei Twitter mit den Exit Polls geschehen ist. :-)

Author: Bätschman Categories: Allgemein, Politik und Gesellschaft Tags:

Blogs sind eine Gefahr für die Demokratie

24. September 2009

Dieser Meinung ist zumindest Barack Obama. Doch damit der Überschrift nicht wie aus der Bildzeitung klingt hier die Erklärung. Barack Obama ist der Meinung, dass wenn es nur noch Blogs gibt, deren Verfasser Nachrichten schlecht oder sogar gar nicht nachprüfen, es nur noch Menschen gibt, die sich medial anschreien. Dann würde keiner mehr etwas verstehen und die News wären nicht seriöse recherchiert und könnten damit eine Gefahr für die Demokratie sein. Darum will er der amerikanischen Zeitungsindustrie, welche im Moment stark am schwächeln ist, finanzielle helfen. Doch jetzt zum eigentlichen Thema Blogs und Demokratie. Die Aussage, dass Blogs der Demokratie schaden oder schaden könnten, hat die Menschen in klein Bloggersdorf natürlich bereits wieder auf die Barrikaden gehen lassen. Mediale Strassensperren wurden angezündet und verteidigende Parolen geschrien geschrieben. Was auf der einen Seite verständlich ist. Auf der anderen Seite muss ich Herrn Obama recht geben. Die Wahrheit liegt wohl wie immer zwischen den Extremen.
Bisher dachte ich immer Meinungsfreiheit, Pluralismus der Meinungen, Pressefreiheit und mündige und informierte Bürger sind das A und O einer funktionierenden Demokratie. Was auch stimmt. Aber genauso wichtig ist ein funktionierendes professionelles Pressewesen. Denn nur grosse Medienverlage, seien sie staatlich oder privat, haben die Möglichkeit und die Ressourcen Informationen aus mehreren Quellen im In- und Ausland zusammenzutragen. Blogger haben dagegen die Möglichkeit per „grassroot Journalismus“ vor Ort und ohne „Redaktionszensur“ ihre Nachrichten ins Internet zu bringen. Beide Seiten sind wichtig. Beide Seiten ergänzen sich. Blogger haben im Web 2.0 technisch eine sehr geringe Hürde einen Blog zu eröffnen und damit Nachrichten und Meinungen der Öffentlichkeit zu präsentieren. Dies ist teilweise gut und wichtig, öffnet aber auch die Tore für Falsch- und Fehlmeldungen. Seien sie gewollt oder einfach nur unfreiwillig. Gleiches gilt für Zeitungen. Wenn ein Land nur Bild Zeitung und Sun liest, muss man sich nicht wundern, wenn die grossen und guten Zeitungen aufgrund fehlender Leser und Anzeigen eingehen und man dann plötzlich nur noch Boulevard-Journalismus im Land hat. Drittens muss man den grossen Verlagen natürlich vorhalten, dass sie teilweise auf den Boulevardzug aufspringen und es in den letzten Jahr zu einem Rückgang von echtem Profijournalismus gekommen ist. Ganz auf Kosten der Qualität einiger „grosser“ Blätter. Fast möchte man sagen, dass jedes Land den Journalismus hat, den es verdient.
Genauso hat das Internet die Blogs die es verdient bzw. die geklickt werden. Wenn Schreihälse die Lügen und Unwahrheiten verbreiten regen Zulauf/Leser haben, leben auch ihre Blogs. Wenn keiner mehr die Blogs liest, dann schreiben die Autoren auch nicht mehr. Mit ein paar Ausnahmen, die es immer geben wird, kann man so die Schreihälse zum Schweigen bringen.
Ich als Blogger bin für Blogs und finde sie gut und sehr wichtig. Aber auf der anderen Seite weiss ich auch, dass jeder extreme Blog, jeder Blog der gegen das Gesetzt verstösst und jeder schlechte Blog meinem eigene Ruf als Blogger mitschadet. Auch wenn ich nur ein kleiner Blogger der untersten Stufe bin, weiss ich doch, dass es mehr braucht als sich bei Blogger.com und Co. zu registrieren um etwas zu erreichen. Keiner kann verlangen, dass ein Blogger nach Berlin fährt um den Kanzler zu interviewen. Aber man sollte doch mehr als eine Internetseiten oder Bild.de lesen bevor man etwas veröffentlicht. Oder immer die Quelle angeben. Dann kann der mündige Bürger/Leser selber entscheiden wie verlässlich die Quelle ist. Aber da wären wir wieder bei journalistische Regeln für Blogger, denen eben nicht alle folgen und vielleicht auch mit Absicht nicht folgen wollen. Der Leser entscheidet selber.
Mit den Blogs und auch Twitter ist wie mit einer Goldmine. Man muss sich erst durch einen Haufen Dreck und Schmutz durchwühlen bevor man mit viel Glück eine paar Goldnuggets findet. Und wenn man viel Glück hat findet man vielleicht auch mal einen kleinen Diamanten.
Blogs sind und bleiben Werkzeuge. Was jeder Blogger damit anfängt ist entscheidend. Nicht das Medium interessiert, sondern der Inhalt. Und ob der Inhalt gefällt entscheidet der Leser. Alles andere ist Zensur!

Und damit ist die Demokratiestunde für heute beendet. :-)

Quellen:
http://www.annu.biz
http://www.shortnews.de
http://www.undertec.de
Originalquelle www.businessinsider.com

Yearbookyourself.com

23. September 2009

So würde ich in einem amerikanischen Jahrbuch von 1980 aussehen. Goldene Locken ein Traum *lach*

http://yearbookyourself.com/

Author: Bätschman Categories: Allgemein, Fun und Party Tags:

Wahlversprechen

22. September 2009

sind auch nicht mehr das was sie einmal waren.


gefunden auf lustich.de

EDIT 24.00.2009:

Jetzt schaltet sich sogar Bild.de ein

ICQ goes SIM

18. September 2009

Auf meinen Reisen durchs WWW bin ich auf einen neuen Mobilfunkanbieter gestossen, der sich durchaus von den bisherigen Anbietern abhebt. Der Instand Messenger ICQ hat sich mit “United Mobile” aus England zusammengetan und eine „internationale SIM-Karte“ auf den Markt geworfen. Auch wenn die Firma und die Idee nicht mehr ganz neu ist, scheint sie jetzt doch immer mehr Beachtung zu finden. Idee dabei ist, eine SIM anzubieten, die nicht mehr als nationale SIM gesehen wird, sondern als eine europäische oder sogar internationale SIM. Denn die Preise richten sich dabei nicht nach Herkunftsland, sondern gelten für eine ganze Reihe von Länder gleich. Egal wo man ist und egal wo man hintelefoniert. Und der Clou ist, dass man in vielen Ländern kostenlos Anrufe empfangen kann. Was ja bei Roaming nicht der Fall ist.
Auch wenn die Preise für Inlandsgespräche und Inlands-Datenverbindungen zu hoch sind, so schneiden sie doch im Vergleich mit Roaminggebühren nationaler Anbieter sehr gut ab. Anhand der Schweiz habe ich eine kleine Tabelle zusammengestellt, an der man sehen kann wieviel Geld man auf Reisen sparen kann.

Minunten (out) Minunten (In) Daten (MB) SMS
Dt. Anbieter (Roaming CH) 1,49 0,69 4,80 0,39
ICQ
0,29 (+0,25) 0,00 1,20 (+0,39) 0,19
Schweizer Anbieter 1 0,23 0,00 3,33 (Inland!) ???
Schweizer Anbieter 2 0,18 0,00 funkt. nicht 0,07
- Basis Euro von der Schweiz nach Deutschland

- EU-Länder sind billiger beim Roaming

Bei ICQ wird für jede ausgehende Verbindung eine Gebühr von 25 Cent und für Daten eine Tagesnutzungspauschale von 39 Cent erhoben. Alle Preise im Detail auf der Homepage der jeweiligen Mobilfunkanbieter.

Wie man sieht schlagen die einheimischen Anbieter auch ICQ um Längen. Betrachtet man aber die Roaminggebühren des deutschen Beispielproviders in der Schweiz, dann ist ICQ deutlich günstiger. Das Angebot richtet sich auch vor allem an Leute, die viel in Europa unterwegs sind. Dort sind nämlich die Gebühren am günstigsten. Vorteil ist, dass man immer unter der gleichen Nummer zu erreichen ist. Die Liechtensteiner-Mobilnummer, welche man erhält und die theoretisch ein Leben lang gültig ist (alle 9 Monate muss ein kostenpflichtiger Anruf oder eine SMS erfolgen) schlägt mit circa 40 Cent die Minute aus dem deutschen Festnetz zu Buche. Ankommende Gespräche sind in vielen – nicht allen – Ländern gratis.
Es bleibt also wie immer ein Rechenexempel.
Ein Student oder ein Sprachschüler, der länger im Ausland lebt kommt mit einer einheimischen Prepaidkarte um einiges günstiger weg. Wer aber viel in Europa unterwegs ist und immer über die gleiche Nummer zu erreichen sein will, der sollte sich mal ICQSIM (www.icqsim.com) näher anschauen.

Auf der Homepage (www.icqsim.com) finden sich alle Länder und Gebühren.

Wer über ein Dual-SIM Handy (Handy mit 2 SIM Kartensteckplätzen) verfügt ist natürlich fein raus.

P.S.: wer gleich zu Beginn 25 Euro Prepaid-Guthaben auflädt bekommt die SIM-Karten “kostenlos”. Wer 10 Euro auflädt bezahlt 15 Euro für die Karte. (Quelle Teltarif.de)

Aber wie immer gilt, ich übernehme keine Garantie auf die Preise. Immer alles genau selber durchlesen!!!

siehe auch Presseecho.de

Eine sehr gute Beschreibung aus Schweizer Sicht (Stand 2008) gibt es auch bei www.mobiles-leben.ch

EDIT 25.09.2009: ACHTUNG! ACHTUNG!

United Mobile scheint Pleite zu sein. Alle Mitarbeiter scheinen das Unternehmen verlassen zu haben und die Propaid Gelder scheinen für die Kunden verloren zu sein. Infos unter blogdoch.net. Dort wird allerdings diskutiert, ob die Infos auch stimmen. Es bleibt also abzuwarten wo es hingeht.

Author: Bätschman Categories: Allgemein, Handy und Co., Internet und Co. Tags: