Auf meinen Reisen durchs WWW bin ich auf einen neuen Mobilfunkanbieter gestossen, der sich durchaus von den bisherigen Anbietern abhebt. Der Instand Messenger ICQ hat sich mit “United Mobile” aus England zusammengetan und eine „internationale SIM-Karte“ auf den Markt geworfen. Auch wenn die Firma und die Idee nicht mehr ganz neu ist, scheint sie jetzt doch immer mehr Beachtung zu finden. Idee dabei ist, eine SIM anzubieten, die nicht mehr als nationale SIM gesehen wird, sondern als eine europäische oder sogar internationale SIM. Denn die Preise richten sich dabei nicht nach Herkunftsland, sondern gelten für eine ganze Reihe von Länder gleich. Egal wo man ist und egal wo man hintelefoniert. Und der Clou ist, dass man in vielen Ländern kostenlos Anrufe empfangen kann. Was ja bei Roaming nicht der Fall ist.
Auch wenn die Preise für Inlandsgespräche und Inlands-Datenverbindungen zu hoch sind, so schneiden sie doch im Vergleich mit Roaminggebühren nationaler Anbieter sehr gut ab. Anhand der Schweiz habe ich eine kleine Tabelle zusammengestellt, an der man sehen kann wieviel Geld man auf Reisen sparen kann.
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Minunten (out) |
Minunten (In) |
Daten (MB) |
SMS |
| Dt. Anbieter (Roaming CH) |
1,49 |
0,69 |
4,80 |
0,39 |
ICQ
|
0,29 (+0,25) |
0,00 |
1,20 (+0,39) |
0,19 |
| Schweizer Anbieter 1 |
0,23 |
0,00 |
3,33 (Inland!) |
??? |
| Schweizer Anbieter 2 |
0,18 |
0,00 |
funkt. nicht |
0,07 |
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- Basis Euro von der Schweiz nach Deutschland
- EU-Länder sind billiger beim Roaming |
Bei ICQ wird für jede ausgehende Verbindung eine Gebühr von 25 Cent und für Daten eine Tagesnutzungspauschale von 39 Cent erhoben. Alle Preise im Detail auf der Homepage der jeweiligen Mobilfunkanbieter.
Wie man sieht schlagen die einheimischen Anbieter auch ICQ um Längen. Betrachtet man aber die Roaminggebühren des deutschen Beispielproviders in der Schweiz, dann ist ICQ deutlich günstiger. Das Angebot richtet sich auch vor allem an Leute, die viel in Europa unterwegs sind. Dort sind nämlich die Gebühren am günstigsten. Vorteil ist, dass man immer unter der gleichen Nummer zu erreichen ist. Die Liechtensteiner-Mobilnummer, welche man erhält und die theoretisch ein Leben lang gültig ist (alle 9 Monate muss ein kostenpflichtiger Anruf oder eine SMS erfolgen) schlägt mit circa 40 Cent die Minute aus dem deutschen Festnetz zu Buche. Ankommende Gespräche sind in vielen – nicht allen – Ländern gratis.
Es bleibt also wie immer ein Rechenexempel.
Ein Student oder ein Sprachschüler, der länger im Ausland lebt kommt mit einer einheimischen Prepaidkarte um einiges günstiger weg. Wer aber viel in Europa unterwegs ist und immer über die gleiche Nummer zu erreichen sein will, der sollte sich mal ICQSIM (www.icqsim.com) näher anschauen.
Auf der Homepage (www.icqsim.com) finden sich alle Länder und Gebühren.
Wer über ein Dual-SIM Handy (Handy mit 2 SIM Kartensteckplätzen) verfügt ist natürlich fein raus.
P.S.: wer gleich zu Beginn 25 Euro Prepaid-Guthaben auflädt bekommt die SIM-Karten “kostenlos”. Wer 10 Euro auflädt bezahlt 15 Euro für die Karte. (Quelle Teltarif.de)
Aber wie immer gilt, ich übernehme keine Garantie auf die Preise. Immer alles genau selber durchlesen!!!
siehe auch Presseecho.de
Eine sehr gute Beschreibung aus Schweizer Sicht (Stand 2008) gibt es auch bei www.mobiles-leben.ch
EDIT 25.09.2009: ACHTUNG! ACHTUNG!
United Mobile scheint Pleite zu sein. Alle Mitarbeiter scheinen das Unternehmen verlassen zu haben und die Propaid Gelder scheinen für die Kunden verloren zu sein. Infos unter blogdoch.net. Dort wird allerdings diskutiert, ob die Infos auch stimmen. Es bleibt also abzuwarten wo es hingeht.
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