De-Mail vs. Onlinebrief – Kleine Unterschiede

7. März 2010


Nachdem ich in mehreren Artikeln die grossen Unterschiede und die Gemeinsamkeiten der beiden System verglichen habe, wird es Zeit die kleinen Dinge zu betrachten. Auch wenn die Punkte eher sekundär sind, so sind sie für den einen oder anderen Nutzer vielleicht von Interesse.

Rechtschreibprüfung:
Das Postsystem besitzt als einziges Systeme eine direkte Rechtschreibprüfung. Wer also unsicher mit der Rechtschreibung ist (manche Leser meines Blogs werden jetzt grinsen), kann seine Onlinebriefe vor dem Absenden durchsuchen lassen. Wer den gleichen Service bei De-Mail möchte, muss leider auf Browser-Plug-ins oder Copy&Paste aus einem Textverarbeitungsprogramm zurückgreifen.

HTML-Editor:
Das Postsystem ist ebenfalls das einzige System, welches einen HTML-Editor für seine Onlinebriefe anbietet. Schriftart, Schriftgrösse und weitere Attribute können so eingestellt werden, was den Brief unter Umständen etwas lesefreundlicher erscheinen lässt.

Megabyte:
Grössen wie 1 GB oder 5 GB sucht man bei beiden Systemen vergebens. Während das De-Mail-System 100 MB an Speicher bietet, ist beim Postsystem nirgends angeben, wann der Posteingang voll ist. Da im Moment beide Systeme keine bzw. noch keinen POP3-Zugang bieten und alle Mails somit auf dem Server belassen werden müssen, sollte der Nutzer schon wissen, wann das Maximum an Speicherplatz erreicht ist.

Namensvergabe:
Für viele Nutzer wird der exakte Name bzw. die exakte E-Mail-Adresse wohl Nebensache zu sein. Der Vollständigkeit sei sie aber erwähnt. Wer gerne seine Wunschadresse benutzen will, der ist bei De-Mail deutlich besser aufgehoben. Hier kann der Nutzer bestimmen wie sein Name als Mailadresse „umgewandelt“ werden soll. Vorgabe ist nur, dass der Vor- und Nachname erscheint. Ob dazwischen ein Punkt, ein Strick oder Nichts steht ist dem Kunden überlassen. Man kann also in einem engen Rahmen seine Mail-Adresse selber bestimmen. Auch Spassadressen bzw. Pseudonymadressen sind möglich. Bedingung ist, dass am Anfang immer „pn_“ erscheint. Also z.b. „pn_boris.becker[at]web.de-mail.de“. Somit weiss der Empfänger, dass nicht der echte Boris Becker schreibt.
Die Deutsche Post macht es sich da einfacher und nimmt automatisch den Vor- und Nachnamen der Registrierung. Hans Meier wird automatisch zu „Hans.Meier[at]onlinebrief.de“

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De-Mail vs. Onlinebrief – Teil 2

7. März 2010


Nachdem in den letzten Tagen der Onlinebrief ziemlich viel Aufmerksamkeit auf meinem Blog erfahren hat, wird es mal wieder Zeit die De-Mail mit ins Boot zu holen. Darum werden heute mal die Gemeinsamkeiten näher betrachtet.

Login:
Beide System haben, wie bereits öfters erwähnt, einen niedrigen und einen hohen Sicherheitslogin. Dabei reicht beim niedrigen Sicherheitslevel ein einfaches Passwort, während das hohe Sicherheitslevel eine TAN Nummer abfrägt, die entweder per Handy oder per Token-Gerät empfangen wird. Der Unterschied ist, das der Onlinebrief der Deutschen Post nur auf die Handy-TAN setzt, während De-Mail es dem Nutzer überlässt welches TAN-System er verwenden möchte. Somit können auch Nutzer ohne Handy den Dienst nutzen.

Adressbuch:
Wie jedes Mail-System besitzen beide Systeme ein Adressbuch. Man will ja nicht jeden E-Mail Kontakt auf einem Blatt Papier mit sich rumtragen.

Benachrichtigung bei Eingang:
Beide Systeme haben ein Benachrichtigungssystem, das den Kunden über eingegangen Mails informiert. Während De-Mail die Benachrichtigung kostenlos an eine reguläre E-Mail-Adresse schickt, gibt es beim Onlinebrief die Möglichkeit einer Benachrichtigungs-SMS, die aber vermutlich nicht kostenlos sein wird. Allerdings muss auch erwähnt werden, dass die eingetragenen Benachrichtigungs-E-Mailadresse bei De-Mail beim gleichen Provider sein muss wie die De-Mail Adresse selbst. Also Web.de, GMX.de oder T-Online. Andere Adressen oder „Überkreuz-Benachrichtigungen“ werden nicht akzeptiert.

E-Mail und Weiterleitung:
Während De-Mail die Möglichkeit bietet Mails von einer Nicht-De-Mail-Adresse einfach weiterleiten zu lassen (was auch Viagra-SPAM aus Singapur oder Timbuktu mit einschliesst), kann man auf dem Portal des Onlinebriefs sogar normale E-Mails versenden. Im Moment scheint das System aber nicht wirklich zu funktionieren. Nachdem man per POP3-Zugriff eine externe Adresse eingetragen hat, kann man mit einer separaten E-Mail-Adresse reguläre E-Mails verschicken. Allerdings kann man auf diese Adresse nicht antworten. Man müsste jetzt am Ende jeder E-Mail eine alternative E-Mails-Adresse für die Antwort angeben. Was also im Moment sehr kompliziert ist. Ob und wie sich das nach dem Pilotprojekt ändern wird, kann jetzt noch nicht beantwortet werden. Auch ob Mails von einer Nicht-Onlinebrief-Adresse dann an diese reguläre E-Mails Adresse weitergeleitet werden können ist noch absolut unbekannt.

Safe:
Beide Systeme haben oder sollen bis zum Start eine Art Safe bekommen, in dem der User Dateien sicher aufbewahren kann. Wer dann diese Dateien betrachten kann (Admins oder Behörden) wurde bis jetzt nicht erwähnt. Frage ist, ob diese Dateien auch, wie der Onlinebrief, unter das Briefgeheimnis fallen. Bei beiden Systemen ist dieser Punkt, was Öffentlichkeitsarbeit angeht, bis jetzt stark vernachlässigt worden.

Mails als Einscheiben:
Beide System bieten den Service an Mails als Einschreiben zu versenden. Dabei erhält der Absender sowohl eine Absendebestätigung als auch eine Empfangsbestätigung des Empfängerservers. Somit weiss man, dass das Mail auch im Postfach des Empfängers angekommen ist. Für noch mehr Sicherheit bieten beide System an Mails mit hoher Sicherheitsstufe, also nur mit Token-Code, zu verschicken. Dies soll dem Empfänger eine noch grössere Identifikationsmöglichkeit des Absenders ermöglichen. Darüber hinaus bietet das Postsystem auch eine Lesebestätigung an. Clou dabei ist, dass der Empfänger den Onlinebrief erst lesen kann, wenn er die Lesebestätigung erteilt hat. Der Postbote händigt das Einschreiben an der Türe auch erst gegen Unterschrift aus. Zwar bietet De-Mail, an Mails ebenfalls als mit hoher Sicherheitsstufe zu verschicken, es ist im Moment jedoch nicht bekannt ob dieser Service auch eine Art Rückschein beinhaltet und ob dieser freiwillig ist oder ebenfalls notwendig ist, um die De-Mail zu lesen bzw. zu öffnen.

Nutzerverzeichnis:
Beide Systeme bieten zum persönlichen Adressbuch auch eine Art Nutzerverzeichnis an, das wie ein Telefonbuch alle angemeldeten Nutzer der De-Mail respektive des Onlinebriefs enthält. Lässt man sich auf freiwilliger Basis für dieses Verzeichnis freischalten, kann jeder Nutzer anhand seines Namens, seiner Adresse und weiter Merkmale gesucht und somit angeschrieben werden. Gerade für Firmen und Ämter scheint dieser Dienst sinnvoll zu sein. Privatpersonen müssen abwägen, ob sie dort erscheinen wollen. Bedenkt man jedoch, dass durch die Identifizierung des Absenders kein SPAM und auf Grund der Gebühren wohl auch keine Spaß-Mails eingehen werden, scheint mir persönlich eine Freischaltung weniger risikoreich. Doch das muss jeder für sicher selber entscheiden.
Während das Postsystem eine unbegrenzte Anzahl von Nutzern bei der Verzeichnissuche anzeigt, ist bei De-Mail die Anzeige auf 10 Nutzer beschränkt. Findet man nicht den richtigen Nutzer, muss die Suchanfrage präzisiert werden. Eine Suche nach allen Nutzern einer Stadt (z.B. Hamburg) ist somit nicht möglich.

Anhang:
Um den Dienst auch gerade beim Versenden und Empfangen von Formularen und eingescannten Objekten benutzerfreundlich zu machen, ist die Akzeptanz von Anhängen fast schon als Minimum zu bezeichnen. Bei beiden Systemen kann der Nutzer an jede Mail Dateien seiner Wahl anhängen. Leider wird bei keinem Portal die erlaubte Grösse erwähnt. Es bleibt also offen ob nur kleiner Dateien wie PDF’s oder Textdokumente verschickt werden können oder ganze CAD-Baupläne für Raumstationen.

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Touch Diamond – Mache mehr aus deinem W-LAN

5. März 2010

Dass man mit dem Smartphone ins Internet kann ich nichts neues. Auch dass man viele Smartphones als UMTS/3G Modem verwenden kann, wissen bereits Einige. Doch die meisten Smartphones können noch mehr. Mit der richtigen Software lassen sie sich auch in einen W-LAN Router für Laptop und Co. verwandeln.

WMWIFI Router heisst das Zauberprogramm, welches es ermöglicht die UMTS Verbindung des Windows Smartphones mit anderen W-LAN fähigen Geräten zu teilen. So kann man von unterwegs im Handumdrehen mit dem Laptop oder Netbook online gehen. Vorraussetzung ist natürlich, dass der Provider Thethering erlaubt. Je mehr Endgeräte natürlich an der Leitung hängen, desto langsamer wird die Verbindungen und auch das Telefon.
(http://www.freewarepocketpc.net/ppc-download-mobile-wi-fi-router.html)

Über W-LAN eröffnen sich aber auch noch anderen Möglichkeiten.
Mit W-Lan Remote-Zugriff kann man nicht nur den PC kabellos mit dem Smartphones verbinden, man kann auch die dort gespeicherten Dateien verwalten und sogar Musik abspielen. Nach Aktivierung des Programm muss man nur im Browser des PC’s die angegebene IP Adresse des Smartphones aufrufen und schon kann man bequem auf dem grossen Display das Smartphone bedienen. Der Zugriff lässt sich natürlich auch unterbinden.

Ein ausführliche Beschreibung findet ihr hier:
http://www.mobiflip.de/2010/02/w-lan-remote-zugriff-fuer-windows-mobile-6-x-geraete-in-neuer-version/

Damit man aber auch weiss, wieviel Daten per UMTS-Verbindung und W-LAN Verbindung übermittelt werden, sollte man ein Zählprogramm installieren.
SPB Wireless Monitor zeigt für alle Verbindungsarten und für alle Programm die übermittelte Datenmenge und nach Eingabe der Preise auch die eventuell anfallenden Kosten an. Somit kann man genau kontrollieren wieviel Daten bzw. Guthaben man bereits versurft hat und auch welches Programm vielleicht auch ungefragt ins Internet geht. Gerade beim Roaming lassen sich so böse Überraschungen vermeiden. Man erkennt aber auch gleich welches Programm „nach Hause“ telefonieren will.
http://spb-wireless-monitor.softonic.de/pocketpc

Weitere Quellen:
www.PocketPC.ch
Computerwoche.de
WifiRouter.com

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Der Onlinebrief und seine (erhofften) Ziele

4. März 2010


Am Mittwoch stellte die Deutsche Post auf Cebit ihren Onlinebrief der Öffentlichkeit vor. Technisch gesehen wurde nichts erwähnt, was nicht auch auf der Homepage oder im Internet bereits verfügbar wäre. Interessant wird es jedoch wenn sich die strategischen Ziele und die Mehrwertdienste der Deutschen Post näher betrachtet. Doch zuerst zur Presskonferenz.

Anwesend waren neben der Deutschen Post auch Vertreter der beiden grössten Partner ADAC und Lotto Hessen. Diese beiden bilden neben ein paar kleineren Partner die Zugpferde des Projekts und sollen dafür sorgen, dass der Onlinebrief von der breiten Öffentlichkeit angenommen und genutzt wird. Denn nur ein System das vom Kunden angenommen wird bringt Erfolg.

Ein paar inhaltliche Details:
Der ADAC hat rund 17 Millionen Mitglieder und ist Deutschlands grösster Automobil Club. Darüber hinaus betreibt der ADAC Online-Mitfahrerportale und veröffentlicht mehrmals im Jahr eine Clubzeitschrift. Ausserdem hat der ADAC als Muttergesellschaft auch verschiedene Tochtergesellschaften wie z.B. Versicherungen.
Lotto Hessen tätigt 1,7 Millionen Kommunikationsabläufe pro Woche und ist in Deutschland einer der grössten regionalen Lotto Gesellschaften.

Nach Annahmen der Deutschen Post, und Google bestätigt diese Zahlen, sind etwas mehr als 70% der Privathaushalte und 80% der Unternehmen in Deutschland online erreichbar. Diese sollen per Onlinebrief in Zukunft schnell und sicher erreichbar sein. Für den „internetlosen Rest“ bietet die Deutsche Post den Hybrid-Brief an. Ein Onlinebrief wird per Computer verschickt und von der Deutschen Post ausgedruckt und an die Postadresse des Empfängers geliefert. So kann auch die Omi ein Brief vom Enkel bekommen. :-)
Und wenn die Omi antworten will, kann sie in Zukunft auch einen Papierbrief schreiben, der dann von der Post eingescannt wird und an die Onlinebrief-Adresse des Enkels zurückgeschickt wird. Der Hybrid-Brief funktioniert also in beide Richtungen.

Die Post versuchte durch die Presskonferenz natürlich ihr Produkt so gut wie möglich aussehen zu lassen. Die Vertreter wurde darum auch nicht müde ein paar Punkt gebetsmühlenartig aufzuzählen. So wurde immer wieder wiederholt, dass der Onlinebrief die Schnelligkeit der E-Mail mit der Sicherheit des Papierbriefs kombiniere. Firmen und Privatleute könnte damit ihre Kosten senken und schneller und sicherer kommunizieren. Der Hybrid-Brief erlaube es dazu alle Kunden und auch Privatleute zu erreichen. Darüber hinaus sollen Mehrwertdienste dem Projekt den nötigen Aufschwung geben. Auf einige der neu erwähnten Mehrwertdienste soll an dieser Stelle kurz eingegangen werden.

Micro-Payment:
Durch die Identifikation und die Hinterlegung der Kontodaten soll es bald möglich sein, kostenpflichtige Inhalte wie z.B. Zeitungsartikel zu kaufen, ohne dabei auf jeder Seite seine Kontodaten oder Kreditkartennummer angeben zu müssen. Man bestellt ein Produkt und die Post erledigt die Bezahlung. Vorteil ist, dass nur noch eine Organisation die Bankdaten kennt. Somit wäre dieser Mehrwertdienste ein Konkurrent zum Pay-Pal-System.

Riskante Rechnungen:
Rechnungen vom Arzt oder andere sensible Rechnungen sollen in Zukunft auch über das Post-System abgewickelt werden können. Dabei kann die Rechnung direkt per Mausklick überwiesen werden. Darüber hinaus sollen z.B. Arztrechnungen sicher und schnell an die Krankenkassen weitergeleitet werden können. Der Zeitvorteil und die Einfachheit sollen hier den Kunden locken. Alles natürlich immer unter dem nötigen Datenschutz und der sicheren Verschlüsselung der privaten Daten. Wie dieser Zusammenschluss aber technisch genau aussehen soll, konnte in der Pressekonferenz nicht beantwortet werden. Es bleibt also bis jetzt noch Zukunftsmusik.

Die Post baut bei ihrem Projekt wie bereits öfters erwähnt auf ihren guten Ruf. Briefgeheimnis und Zuverlässigkeit im Datenschutz und der Zustellung sollen den Kunden auch weiterhin überzeugen.

Dokumenten Safe:
Wie bei De-Mail soll auch ein Dokument-Safe angeboten werden, in den Kunden wichtige und sensible Dokumente einlagern können.

Nun zu den Partnern:
Der ADAC als grösster Automobilclub Deutschlands will in Zukunft alle seine Mitglieder schnell und sicher informieren. So zumindest der Wunsch. Auch der Autokauf soll mit dem Onlinebrief sicher werden. Da man sich identifizieren muss, weiss der Vertragspartner auch, an wen er sein Auto verkauft. Betrügerei beim Online-Autokauf, der ADAC spricht hier von einer steigenden Zahl, sollen damit unterbunden werden.
Auch bei der Mitfahrerzentrale soll der Onlinebrief helfen den Kontakt eindeutig zu identifizieren. Somit soll in Zukunft jeder wissen mit wem er wirklich mitfährt. Als Beispiel wurde die 16-jährige Tochter genannt, bei der die Eltern überprüfen können bei wem sie ins Auto steigt oder auch allgemein Frauen, die lieber bei Frauen mitfahren.

Lotto Hessen will gleich ein ganzes Paket von Mehrwertdienste nutzen. So soll über den Onlinebrief nicht nur Lotto gespielt werden können ohne das warme Wohnzimmer zu verlassen, sondern es sollen auch Schutzmechanismen greifen. Da man sich auch mit Alter identifizieren muss, kann die Lottogesellschaft prüfen wie alt man ist, ob man auf einer Sucht-Sperrliste steht usw. Das Identifikationsverfahren soll helfen rechtliche Beschränkungen beim Glücksspiel umzusetzen. So ist soll auch ein finanzielles Oberlimit wie ein Nachtspielverbot greifen.

Ein paar technisch Details:
Erwähnt wurden auch Mobiltelefone. Das Versenden und Empfangen soll auch per Smartphone möglich sein. Wie das genau ablaufen soll, ob es nur einen POP-Zugang oder auch einen Push-Service geben soll, wurde aber nicht beantwortet. Allgemein wurden die technischen Belange etwas hinten angestellt. Sicher ist jedoch, dass man sich per SMS bernachrichtigen lassen kann, wenn ein Onlinebrief im Posteingang eingetroffen ist (kostenpflichtig). Somit muss man nicht ständig sein sein Posteingang kontrollieren.

Fragerunde: (geordnet nach Themen)
Nach der Pressekonferenz hatten die Journalisten die Möglichkeit Fragen zu stellen. Ohne gross meckern zu wollen, muss ich sagen, dass ich doch recht negativ überrascht war, wie wenig sich manche Journalisten informiert hatten bevor sie an die Pressekonferenz gingen. So wussten manche nicht einmal Dinge, die bereits seit Wochen im Internet standen. Für Vorrecherche fehlt bei manchen wohl die Zeit oder auch das Interesse. Kleiner Tipp am Rande: Lest meinen Blog :-)

Konkurrent De-Mail:
Auf diesen Punkt wollten alle Beteiligten nicht wirklich eingehen. Jeder vermied den Onlinebrief als Konkurrenzprodukt den De-Mail zu bezeichnen. Ob dies als Anzeichen dafür gesehen werden kann, dass sich die Deutsche Post ein Hintertürchen offen hält um vielleicht doch irgendwann zum De-Mai-Projekt dazuzustossen sei an dieser Stelle offen.

Start:
Offizieller Start soll im Juni 2010 erfolgen. Bis dahin läuft das Pilotprojekt noch.

Datensicherheit – wer kann alles die Mails lesen:
Lustig war, dass sich beim Thema Datensicherheit der Leiter der Pressestelle der Deutschen Post und sein Dutz-Freund aus der Informatikabteilung widersprachen. Der Leiter der Pressestelle gab als Schutzfunktion das „4-Augen-Prinzip“ an, welches vorsieht, dass kein Administrator und kein Techniker allein im System arbeiten darf und damit auch nicht die Gelegenheit erhält ohne Aufsicht irgendwelche Mails zu lesen, während der Informatiker meinte, dass alles Mails auf dem Server verschlüsselt sind und nicht einmal von Admins gelesen werden können. Wer jetzt recht hat weiss ich nicht. Bei De-Mail liegen die Mails jedoch UNverschlüsselt auf dem Server, was das „4-Augen-Prinzip“ nötig macht. Allerdings bietet der Onlinebrief auch die Möglichkeit Mails direkt zu verschlüsseln. Dabei kann nur der Original-Empfänger das Mail lesen. Ob jetzt der Informatiker von dieser Verschlüsselung gesprochen hat und der Leiter der Pressestelle vom normal Ablauf, kann ich an dieser Stelle nicht beurteilen.

Gesamtkundenzahl:
Alle Partner haben bis jetzt eine Kundenzahl von 40 Millionen (Doppelzählungen nicht berücksichtige). Diese sollen alle per Onlinebrief in Zukunft erreicht werden.

Preise:
Nach Angaben der Deutschen Post sind die bereits öfters erwähnten 46 Cent für den Hybrid-Brief die internen Kosten. Für wieviel der Service an den Endkunden „verkauft“ wird wollte niemand sagen. Auch wurden die 20 Cent für den Onlinebrief nicht bestätigt. Preise wurde auf der ganzen Pressekonferenz überhaupt nicht gesagt. Fragen dazu wurde mit der Entschuldigung und dem Verweisen auf interne Geschäftsstrategien höflich abgeblockt.

Kompatibilität De-Mail:
Ist offiziell noch in Bearbeitung/Verhandlung, allerdings konnte man meiner Meinung nach heraushören, dass die Post nicht an einer Kompatibilität zu De-Mail interessiert ist. Der Onlinebrief soll im Moment als eigenständiges Produkt vermarktet werden. Allerdings wurde auch keine eindeutig Ablehnung ausgesprochen.

Kundenfreundlichkeit:
Laut ADAC sind vor allem jüngere Kunden daran interessiert den Briefkontakt auf das Internet zu verlegen. Hier will der ADAC den Kundenwünschen entgegenkommen. Der Onlinebrief soll die Kommunikation mit dem Kunden schneller, sicherer und für die Firmen auch kostengünstiger machen. Berechnet man die Kosten für einen Standartbrief (Papier, Drucker, Tinte, Versand und interne Postabteilungskosten) so kann man doch ein paar Cent mit dem Onlinebrief sparen. Das dürfte sich rechnen, wenn man in die Millionzahl geht.

Es wird erwartet, dass das Kommunikationsvolumen mit der Möglichkeit des Onlinebriefes zunimmt, was natürlich der Deutschen Post entgegenkommen würde. Rechnet diese doch in Zukunft mit einem dreistelligen Millionenumsatz. Der Onlinebrief soll das Postgeschäft beflügeln. (Quelle Finanzen.net)

Briefgeheimnis:
Immer wieder wurde das Stichwort Briefgeheimnis angespochen. Leider konnte keiner der Anwesenden klipp und klar sagen, ob der Onlinebrief unter das Briefgeheimnis fällt oder rechtlich wie ein E-Mail angesehen wird. Leider bin ich kein Jurist und kann die Unterschiede nicht professionell erklären. So wie es jedoch aussieht, weiss im Moment niemand wo der Onlinebrief einzuordnen ist. Die Post spricht zwar immer von Briefgeheimnis, vermiedet aber den Onlinebrief als offiziell vom Briefgeheimnis geschützt zu betiteln. Ob das Absicht ist oder nur nicht sauber bei mir angekommen ist, kann ich nicht beurteilen.

Internationalität:
Wie man hören konnte konzentriert sich die Deutsche Post fast ausschliesslich auf den deutschen Markt. Das Ausland wird im Moment nicht als möglicher Markt gesehen, da hier die Deutsche Post keinen Namen hat. So wie es sich angehört hat, bleibt der Onlinebrief also ein rein deutsches System.

P.S.: An dieser Stelle sei erwähnt, dass ich weder Geld für diesen Artikel erhalte noch in irgendeiner Abhängigkeit zur Deutschen Post stehe. Auch will ich weder den Onlinebrief noch das De-Mail Projekt „verkaufen“. Ich kenne auch die negativen Seiten dieser Projekte. Ziel ist beide Systeme vorzustellen und gegeneinander abzuwägen. Jeder muss selber wissen, ob er oder sie diese Dienstleistungen nutzen will oder lieber beim Papierbrief bleibt.

Wie immer gilt das Kommentare mit Quellen oder guten Erklärungen belegt werden sollten. Inhaltslose Vermutungen und Anschuldigung bringen keine neuen Erkenntnisse.

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MS OnlineOffice - Alter Wein in neuen Schläuchen

4. März 2010

Diesen Titel verwende ich zur Zeit recht gerne in meinem Blog. Es kommen aber auch immer wieder “neue” Produkte auf den Markt, die diesen Ausdruck verdienen. So z.B. Microsoft. Laut Bild.de stellte Microsoft auf der Cebit 2010 eine Office-Version vor, die jetzt auch online arbeiten kann. Dokument können somit von allen Computern aus bearbeitet werden und leichter getauscht werden. Toll würde man sagen, gäbe es die Idee nicht schon seit Jahren. ThinkFree ist ein OnlineOffice, welches seit Jahren kostenlos genutzt werden kann. Das von Google gekaufte Office ist bis auf weiteres - diese Infos steht jedoch schon seit circa 2 Jahren auf der Homepage - komplett kostenlos. Das einzige was Geld kostet sind die Programm, die man sich herunterladen kann um auf dem PC die Dokumente und Tabellen zu bearbeiten und diese dann mit dem Server zu synchronisieren. Verwendet man nur die Onlineversion (Java) ist das Office im Moment kostenlos. Mal wieder eine alte Idee neu verkauft. Allerdings sollte man an dieser Stelle auch immer die “Portable Programm” erwähnen. Seit mehreren Jahren gibt es zahlreiche Programm (Office, Browser, Grafik, Chat und und und) die komplett von einem USB Stick oder von einem anderen Speichermedium gestartet werden können. Sie müssen nicht installiert werden und hinterlassen keine Spuren beim Gastrechner. Somit können Programm und Dateien immer in der Hosentasche mitgetragen werden. Vorteil ist, dass man keinen Internetanschluss benötigt (Flugzeug, Zug etc.), Nachteil ist jedoch, dass man den USB Stick auch immer dabei haben muss. Jetzt darf jeder entscheiden, welcher Weg der bessere ist.

P.S.: Da ThinkFree ein Google Produkt ist, gibt es natürlich auch volle Android Unterstützung.

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